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Die Themen «Nachhaltigkeit» und «gesunde Ernährung» rücken vermehrt in den Fokus und sind auch für ein Spital sehr wichtig. Das Spital Emmental hat in den letzten Jahren in verschiedenen Bereichen gezielte Massnahmen umgesetzt, um den Spitalalltag umweltfreundlicher zu gestalten.

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Die Nachhaltigkeitskampagne des Spitals Emmental beinhaltet neben der Reduktion von Food-Waste auch den bewussten Umgang mit Fleisch. Mit dem Ziel, den Fleischkonsum zu reduzieren und die fleischlose Ernährung als Alternative aufzuzeigen und zu fördern, wurden im Mai und Juni 2021 in den Restaurants des Spitals Emmental erstmals zwei fleischlose Tage durchgeführt. Die vielseitigen vegetarischen Gerichte kamen bei den RestaurantbesucherInnen sehr gut an. In der Folge werden nun diese «fleischlos»-Tage einmal im Monat durchgeführt – und dies sowohl in den Restaurants als auch bei den PatientInnen. An diesen Tagen wird im Spital Emmental kein Fleisch serviert. Die Auswahl an Alternativen und leckeren vegetarischen Menüs soll auch ein Umdenken fördern. Denn kaum jemand vermisst an diesen Tagen Fleisch.

Mit der Teilnahme am Veggieday soll nun in Zukunft dieser «fleischlos»-Tag in einem kürzeren Rhythmus Wochen durchgeführt werden. Wie Eliane Steiner, Ernährungsberaterin des Spitals Emmental betont, kann der Verzicht auf Fleisch auch einen positiven Einfluss auf unsere Gesundheit haben. Über die Vorteile einer pflanzliche Ernährung sagt Steiner: «Der Durchschnittsschweizer isst heute noch zu viel Fleisch. Durch einen geringeren Fleischkonsum wird die Aufnahme von gesättigten Fettsäuren reduziert, wodurch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringert werden kann. Zusätzlich kann der Körper dank pflanzlicher Nahrung vermehrt Nährstoffe (Vitamine) und Nahrungsfasern bzw. Ballaststoffe aufnehmen. Letztere haben einen positiven Einfluss auf die Verdauung, weil sie wertvolle Aufgaben im Dickdarm erfüllen. Eine fleischlose und ausgewogene Ernährung ist durchaus möglich, man muss nur wissen, welche Fleischalternativen es gibt. Damit meine ich nicht primär die verarbeiteten Produkte, sondern natürliche Lebensmittel wie Hülsenfrüchte.»