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Der Druck auf Mensen und Cafeterien, vegane und vegetarische Speisen anzubieten, steigt: Im Kanton Zürich haben die Grünen ein entsprechendes Postulat durchgesetzt, während in der Firma On die erste komplett vegane Corporate Kantine der Schweiz ihre Türen geöffnet hat.

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In den letzten Monaten ist das Angebot in den Mensen und Cafeterien der Schweiz zunehmend in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. So wurde erst Anfang diesen Monats im Zürcher Kantonsrat ein Postulat angenommen, das von den Kantinen kantonaler und kantonsnaher Betriebe ein nachhaltigeres und gesünderes Angebot verlangt. Konkret fordert der Vorstoss der Zürcher Grünen, dass in den Mensen und Cafeterien wenn immer möglich saisonale und regionale Produkte auf dem Menü stehen müssen. Tierische Produkte sollen sparsam und wenn, dann nur mit höchstem Tierschutzlabel eingekauft werden. Ziel der Regelung sei gemäss Benjamin Walder, der das Postulat vorbrachte, die Förderung einer gesunden und ausgewogenen Ernährung, genauso wie eine Reduktion der CO2-Emissionen. Mit 130 zu 29 Stimmen wurde der Vorschlag im Kantonsrat mit einer deutlichen Mehrheit gutgeheissen.

Dem Vorstoss mit bestem Beispiel voraus ging die Neueröffnung der Betriebskantine der Schweizer Schuh- und Bekleidungsmarke On Running in der Stadt Zürich: Sie ist die erste rein vegane Corporate Kantine der Schweiz. Entstanden in Zusammenarbeit mit dem Zürcher Gastronomieunternehmen Roots fungiert die Kantinenpionierin gleichzeitig als normales Restaurant und ist für alle zugänglich.

Auch andere Kantinen, so beispielsweise jene der Schweizer Hochschulen, haben ihr Fleischangebot mittlerweile reduziert und bieten eine grosse Auswahl an vegetarisch-veganen Gerichten. Gemäss eigenen Angaben bietet die Uni Luzern in ihrer Mensa, nachdem das Projekt eines rein veganen Angebots boykottiert worden war, «in erster Linie vegan-vegetarische Verpflegung» an. Auch die Universität Zürich biete ein mindestens zur Hälfte fleischloses Angebot – und ein rein veganes Salatbuffet. Wenn doch einmal Fleisch auf dem Buffet stehe, dann lediglich in Form von Resten, die zwecks Vermeidung von Food Waste weiterverarbeitet würden.